Tagesgeld statt Sparbuch

Tagesgeld oder Sparbuch?
Viele Sparer und Kleinanleger entscheiden sich nach wie vor für das Sparbuch, vielfach sicher aus Unkenntnis bezüglich des Tagesgeld und seiner Vorteile. Tagesgeld, bzw. ein Tagesgeldkonto, bietet die gleiche Sicherheit für das Ersparte wie ein Sparbuch und auch der tägliche Zugriff auf das Guthaben ist gewährt. Anders als bei vielen Sparbüchern, bei denen der monatlich auszahlbare mitunter begrenzt ist und Kündigungsfristen eingehalten werden müssen, kann das Guthaben auf einem Tagesgeldkonto an jedem Geschäftstag in voller Höhe abgezogen und zurück auf das Girokonto überwiesen werden. Der entschiedenste Vorteil liegt jedoch bei der Rendite. Während ein Sparbuch nicht mehr als 1-2% Zinsen im Jahr einbringt und viele ältere Sparbücher sogar noch bei 0,5% p.a. liegen, bieten heutige Tagesgeldkonten Zinsen von 3-4% im Jahr. Besonders die Direktbanken überbieten sich immer wieder mit höheren Zinsen auf ihren kostenlosen Tagesgeldkonten und überschreiten die 4% mitunter deutlich. Somit ist die Rendite beim Tagesgeld teilweise um ein vielfaches höher als bei einem Sparbuch, ohne dass ein höheres Risiko oder eine längere Bindung eingegangen werden muss. Besonders deutlich wird dieser Unterschied, bezieht man auch die jährliche Inflation mit in die Rechnung ein. Da die Inflationsrate in Deutschland bereits seit Jahren bei über 1% liegt und dieses Jahr sogar die 2%-Grenze überschreiten könnte, fällt die inflationsbedingte Geldentwertung höher aus als die Rendite der meisten Sparbücher. Von Geldentwertung spricht man, da aufgrund der Inflation die Kaufkraft nachlässt, was dazu führt dass mit einem festen Betrag jedes Jahr weniger Waren gekauft werden können. Ein Sparbuch ist daher kein guter Ort für die eigenen Reserven, gibt es mit dem Tagesgeld doch eine echte Alternative.


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